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    der Maria-Victoria-Schule Ottersweier/Lauf

  • Digitale Schule mit Modellcharakter

    Maria-Victoria-Schule ist mit Blick auf digitale Ausstattung und deren pädagogische Nutzung vorbildlich

    In den letzten Monaten hat die Maria-Victoria-Schule Ottersweier mehrfach Besuch von Schulleitern aus der Umgebung erhalten. Der Grund: Die Digitalisierung an der Grund- und Werkrealschule gilt als vorbildhaft. Im Pressegespräch verweist Thomas Doninger vom Rechnungsamt der Gemeinde auf kontinuierliche Investitionen in diesen Bereich, in erster Linie aber auf Lehrer Frank Steurer, der die Digitalisierung der Schule aktiv betrieben und federführend am Medienentwicklungsplan mitgewirkt habe. „Seine Funktion als medienpädagogischer Berater des Medienzentrums Mittelbaden ist sicher mit ein Grund, warum wir ganz vorne dabei sind.“

    Wie Doninger informiert, hat die Gemeinde in den letzten zwei Jahren rund 96 000 Euro in die Digitalisierung der MVS investiert. „Etwa 77 Prozent der Kosten werden über Fördergelder gedeckt. Im Rahmen des Digitalpaktes erhielten wir von Bund und Land weitere rund 24 000 Euro für die Anschaffung mobiler Endgeräte. So konnten wir die Anzahl unserer I-Pads auf 60 erhöhen.“ An der MVS, ergänzt Steurer, sei die Nutzung von I-Pads im Unterricht längst Usus, „bei Schülern wie Lehrern“. Der Umgang mit den Geräten „als Werkzeug, nicht bloß zum Daddeln“ habe aufgrund des „Homeschooling“ natürlich noch an Bedeutung gewonnen. Schon die Erstklässler der MVS seien mit Tablets vertraut. Der Stundenplan der Drittklässler, sagt er exemplarisch, umfasse „Medienstunden“, die Fünftklässler wiederum erhielten einen Einführungskurs, der vorrangig jenen Kindern diene, die von anderen Grundschulen auf die MVS wechselten. Zudem arbeiteten die Schüler der MVS weiterhin an den PC’s im Informatikraum. Er lächelt: „Da besteht oft mehr Erklärungsbedarf. Manche Kinder können schnell und einfach mit dem Tablet umgehen, das Wischen kennen sie ja von ihren Smartphones. Eine Maus haben sie aber noch nie gesehen.“

    Die Gemeinde, betont Doninger, habe frühzeitig die Voraussetzungen für die Digitalisierung geschaffen. „Inzwischen haben wir sogar an der Grundschule flächendeckendes WLAN. Alle Klassenzimmer im Gebäude sind mit den nötigen Displays ausgestattet.“ Konkret seien Access-Points in den Klassenzimmern angebracht worden. „Ein wichtiger Baustein war natürlich der Glasfaseranschluss.“ Ziel des Medienentwicklungsplans ist es laut Steurer generell, die pädagogische Arbeit und die technischen Möglichkeiten einer Gemeinde miteinander zu vereinbaren. Das Ergebnis an der MVS umschreibt er wie folgt: „Wir haben pro Klassenraum ein Display an der Wand, das mit Apple TV verbunden ist. Jede Lehrkraft verfügt über ein I-Pad und kann Inhalte darauf übertragen, seien es Informationen aus der Mediathek, ein Youtube-Video oder auch, dank einer Kamera, das Arbeitsblatt eines Schülers.“ Das Tablet ermögliche zudem, sich – gegenüber klassischem Frontalunterricht – frei im Klassenzimmer zu bewegen. „Wir arbeiten auch gern mit themenspezifischen Padlets. Sie sind einheitlich aufgebaut und beinhalten etwa Lesetexte, Aufgaben und eine Lernzielkontrolle, zugleich also eine sehr gute Option für den Fernunterricht.“ Das Kollegium habe sich übrigens bei aller Innovation für die Beibehaltung der konventionellen Tafeln ausgesprochen: „Sie haben immer noch ihre Berechtigung.“

    Bedeutung misst Steurer nicht nur Schulungen, sondern auch der weiteren Betreuung der Lehrer bei. „Ich stehe immer als Ansprechpartner zur Verfügung.“ Jeder habe sein Tempo; mancher schöpfe mehr, mancher weniger aus den digitalen Möglichkeiten. „Ich glaube aber, wir alle haben begriffen, dass sie viele Dinge vereinfachen und den Unterricht sehr bereichern können.“

    BU: Lehrer Frank Steurer (links, hier mit Thomas Doninger vom Rechnungsamt der Gemeinde) hat die Digitalisierung der MVS aktiv betrieben und steht Kollegium wie Schülern stets als Ansprechpartner zur Verfügung.

    Foto und Bericht Katrin König

     

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