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    der Maria-Victoria-Schule
    Grund- und Werkrealschule Ottersweier/Lauf
    Naturparkschule

  • Naturparkschule unterwegs: Ein Vormittag bei den Schafen

    Die Maria-Victoria-Schule in O3ersweier sowie die Grundschule in Unzhurst tragen den Titel „Naturparkschule“. Damit ist verbunden, dass jede Klasse im Laufe eines Schuljahres an zwei Vormittagen außerhalb des Klassenzimmers lernt und die Natur unmittelbar erlebt.

    Im April machten sich die ersten Klassen beider Schulen auf den Weg nach Walzfeld, wo sie den Schafhalter Herrn Zoike besuchten. Begleitet wurden sie von ihren Lehrerinnen und der Modul-Partnerin Renate Höß. Bereits unterwegs gab es immer wieder kleine Stopps, bei denen Frau Höß Wildkräuter erklärte und Spannendes über die Umgebung berichtete. Auf dem Hof der Familie Zoike wurden die Kinder freundlich empfangen. Nach einer stärkenden Vesperpause durften sie endlich die Schafe und ihre zahlreichen Lämmer kennenlernen. In diesem Jahr hatte jedes Schaf zwei Lämmer, eines sogar drei. Ein besonderes Highlight war das Flaschenlamm Hermine, das Herrn Zoike überallhin folgte und von ihm gefüttert wurde. Für Aufregung sorgte ein ausgebrochenes Lämmchen, das wieder eingefangen werden musste – dabei zeigte sich, wie kräftig selbst die jungen Tiere schon sind.

    Die Mutterschafe behielten ihre Jungen stets im Blick, während sich die Kinder ruhig und vorsichtig verhielten. Herr Zoike beantwortete geduldig alle vorbereiteten Fragen und vermittelte viel Wissenswertes über die Tiere. So wurde das im Unterricht Gelernte durch direkte Erfahrungen ergänzt. Weil alle Schafe auf dem Hof groß geworden sind und als Teil der Familie gelten, sind sie besonders zutraulich – deshalb durften die Kinder sogar ins Gehege gehen und die Lämmer streicheln. Dieser enge Kontakt ermöglichte ihnen eindrucksvolle Erlebnisse und sie lernten dabei auch ruhig und geduldig zu bleiben. Als kleine Belohnung bekamen die Tiere getrocknetes Brot.

    Im Anschluss ging es um das Thema Wolle. Ein großes Schaffell wurde betrachtet, und

    Renate Höß erklärte die einzelnen Verarbeitungsschritte: Zuerst wird die rohe Wolle

    gewaschen, anschließend gekämmt (kardiert) und schließlich zu Fäden gesponnen – früher mithilfe einer Spindel. Zurück im Klassenzimmer zeigte Frau Höß das Spinnen mit dem Spinnrad und erklärte weitere Möglichkeiten der Wollverarbeitung. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren zudem, dass nicht nur Schafwolle, sondern auch Fasern von Kamelen, Alpakas, Lamas oder sogar Hunden verarbeitet werden können. Besonders überraschend war für viele, dass Hundewolle in kalten Regionen wie Sibirien genutzt wird, da sie besonders wärmend ist.

    Zum Abschluss durften die Kinder selbst aktiv werden: In Partnerarbeit drehten sie aus

    kardierter Wolle einen eigenen Faden und befestigten daran ein kleines Glöckchen – eine schöne Erinnerung an den Lerngang „Vom Schaf zur Wolle“.

    Ein herzlicher Dank gilt Karl und Anneliese Zoike sowie Renate Höß für diese eindrucksvollen und lehrreichen Vormittage.

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