Im Rahmen der Naturparkschule besuchte die 5. Klasse der Maria-Victoria-Schule den Aspichhof, der interessante Einblicke in die vielseitige Arbeit eines landwirtschaftlichen Betriebs gab. Besonders beeindruckend war, dass sich der Aspichhof nicht nur auf einen einzelnen Bereich spezialisiert, sondern verschiedene Betriebszweige miteinander verbindet. Auf dem Hof leben rund 100 Kühe, davon 40 Milchkühe, sowie etwa 80 Schweine. Darüber hinaus werden auf dem Hof zahlreiche Produkte selbst hergestellt und verarbeitet. In der hofeigenen Molkerei entstehen Milchprodukte wie Käse und Joghurt, außerdem gehören eine Metzgerei, eine Bäckerei, eine Gärtnerei sowie ein Hoffladen zum Betrieb. Insgesamt arbeiten rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Aspichhof.
Zu Beginn der Führung besuchte die Klasse den Hoffladen, in dem viele hofeigene Produkte verkauft werden. Dort konnten Marmeladen, verschiedene Säfte, Brot, Fleisch- und Milchprodukte sowie viele weitere regionale Erzeugnisse entdeckt werden. Anschließend führte der Weg an den Weinreben vorbei, die ebenfalls zum Aspichhof gehören. In einiger Entfernung waren glückliche Kühe auf den grünen Weiden beim Grasen zu sehen.
Während der Führung erhielten die Schülerinnen und Schüler viele spannende Informationen über die Landwirtschaft. Besonders interessant war die Erklärung zum sogenannten Colostrum – der ersten Milch nach der Geburt eines Kalbes. Diese ist für die jungen Tiere besonders wichtig, da sie viele lebensnotwendige Nährstoffe enthält.
Ein weiteres Thema war die Bedeutung von Mist in der Landwirtschaft. Dabei lernten die SchülerInnen, dass Mist keineswegs Abfall ist, sondern wertvolle Nährstoffe für die Pflanzen liefert und deshalb auf den Feldern ausgebracht wird. Für Überraschung sorgte die große Grube, in der die Masse mit einem riesigen Mixstab umgerührt wird.
Im Stall wurde dann die Haltung der Kühe thematisiert. Eine Kuh kann bis zu 200 Liter Wasser pro Tag trinken. Außerdem wurde erklärt, dass Kühe Hitze schlecht vertragen. Deshalb sorgen im Sommer Wassernebel und Ventilatoren für Abkühlung im Stall. Die auf dem Aspichhof gehaltene Rasse heißt Fleckvieh. Anschließend wurde das Futter der Tiere genauer betrachtet. Dieses besteht unter anderem aus Gras-Silage. Der intensive Geruch sorgte bei den Schülerinnen und Schülern für unterschiedliche Reaktionen – manche fanden ihn angenehm, andere eher gewöhnungsbedürftig. Besonders mutige Kinder durften sogar den Lagerplatz der Silage näher anschauen und eine Geruchsprobe nehmen.
Der weitere Rundgang führte vorbei an der Maschinenhalle, danach ging es zu den Schweinen und den Kälbern. Außerdem konnten die SchülerInnen eine Kuh in der Melkmaschine beobachten und die besonders zutraulichen Pferde kennenlernen.
Zum Abschluss des Vormittags durften alle selbst Butter schütteln. Gemeinsam wurden anschließend Hefekuchen und Brot gegessen sowie Apfelsaft und frisches Joghurt probiert. Die selbst hergestellten Produkte kamen bei allen sehr gut an. Zum Ende der Führung wurden noch die vorbereiteten Fragen der Schülerinnen und Schüler beantwortet. Der Besuch auf dem Aspichhof war insgesamt sehr abwechslungsreich, informativ und bot einen anschaulichen Einblick in die moderne Landwirtschaft.
Wir bedanken uns bei allen, die diesen Tag ermöglicht und dazu beigetragen haben!



