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    der Maria-Victoria-Schule Ottersweier/Lauf

  • Zimmer Group spendet Hygiene-Türöffner

    Die Firma versorgt Ottersweierer Rathaus und Schulen mit selbst entwickelten „Hand-Helden“

    Am Anfang stand eine Idee. Jonas Zimmer, Geschäftsführer der Zimmer GmbH Kunststofftechnik, die an ihren Standorten in Rheinau-Freistett und Ottersweier Kunststoff- und Metallteile im Spritzgussverfahren herstellt, wollte angesichts der Corona-Pandemie seine Mitarbeiter schützen. Gemeinsam mit Peter Müller, Produktionsleiter am Standort Ottersweier, erwog er, einen Hygiene-Türöffner herzustellen. Inspiriert durch Griff-Adapter-Lösungen aus der 3D-Drucker-Branche, denen es allerdings an Festigkeit und Stabilität mangelte, entwickelte das Zimmer-Team schließlich einen „Hand-Helden“ – ein Wortspiel mit dem englischen „Handheld“ -, der auf fast alle Türen montiert werden kann. Das Prinzip: Anstatt den Türgriff wie üblich mit der Hand herunter zu drücken, geschieht dies mit dem Unterarm; das Risiko einer Virenübertragung wird deutlich minimiert. Zunächst stattete Jonas Zimmer die eigenen Firmengebäude mit den Türöffnern aus; sie erwiesen sich als äußerst robust. „Da wir mit der Rheinauer Werkrealschule kooperieren und ich Kontakt mit deren Schulleiter habe, boten wir an, der Einrichtung ebenfalls Hand-Helden zu spenden. Das Echo war ungemein positiv.“ Auf Vorschlag Müllers sei man auch an den Ottersweierer Bürgermeister Jürgen Pfetzer herangetreten, um das Rathaus und die örtlichen Schulen mit Hygiene-Türgriffen zu versorgen. Ihrer Bestimmung übergeben wurden die Hand-Helden offiziell am vergangenen Mittwoch an der Maria-Victoria-Schule. Ihre Installation war zu diesem Zeitpunkt weitgehend abschlossen. „Bis Ende dieser Woche werden wir auch noch die Grundschule Unzhurst fertigstellen“, kündigte Müller an.

    Zimmer zeigte sich im Gespräch mit dem Bürgermeister und Schulleiter Bernhard Schmidt hocherfreut über das Ergebnis des Experiments: Es sei ein Risiko gewesen, man habe ja eigens für den Spritzguss der Türöffner eine Form modellieren müssen, doch inzwischen spreche der Erfolg für sich. „Wir haben einen Online-Verkauf für die Handhelds eingerichtet, um auch Endverbraucher zu erreichen“, erläuterte der Geschäftsführer. „Die Nachfrage ist hoch. Auch Arztpraxen, Mittelständler oder Großunternehmen aus der Region bestellen unsere Türöffner.“ Diese seien qualitativ hochwertig („Sie bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff“) und dank der technischen Ausrüstung der Zimmer Group in großen Mengen herstellbar. Die Quantität ermögliche einen vergleichsweise niedrigen Preis, jeweils nach Bestellmenge gestaffelt. Je nach Abnahmemenge kostet der Öffner zwischen sechs und zehn Euro inklusive Versand, informierte Zimmer. Und: „Sogar an sehr schweren Türen sind die Hand-Helden im Grunde nicht kaputt zu kriegen“, beschrieb Müller die bisherigen Erfahrungen. Pfetzer bestätigte das zufriedene Feedback von Seiten der Rathausmitarbeiter. Schmidt zufolge gewöhnten sich auch die Schüler schnell an die neue Technik. Die Türöffner seien stabil, sinnvoll und praktisch; auch bei Eltern stießen sie auf großes Interesse. Pfetzer sprach der Zimmer Group abschließend herzlichen Dank für die großzügige Spende aus. „Dies ist wirklich eine tolle Sache“, befand der Bürgermeister, der an der Nachhaltigkeit des Produkts keine Zweifel hegt: „Ich bin sicher, dass ein deutlich höheres Maß an Hygieneauflagen auch nach der Pandemie aufrechterhalten wird.“ Die Hand-Helden, so seine Überzeugung, seien ganz gewiss ein zukunftsweisendes Produkt. „Wir sind stolz, dafür gemeinsam mit Rheinau gewissermaßen als Testpilot zu dienen.“

    (Katrin König ABB)

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